Erste nationale Tagung zur Öffentlichkeitsarbeit in Bulgarien

Die erste nationale Tagung zur Öffentlichkeitsarbeit fand am 10. Oktober 2014 in den Büroräumen des Center Runis in Bulgarien statt. An der Tagung nahmen zehn hochqualifizierte Angestellte aus dem Sanitätsbereich teil, die an verschiedenen Notfallzentralen und Rettungsstellen in Bulgarien tätig sind.

Während des Treffens wurden den Teilnehmern die Projektideen und Ziele vorgestellt, sowie die ersten Rechercheergebnisse, die LMS Plattform und die erste Einheit von Medilingua. Des Weiteren erhielten sie erstes, veröffentlichtes Material (Poster, Broschüren, Newsletters). Die Teilnehmer zeigten reges Interesse am Projekt und speziell an der Plattform und können sich gut vorstellen an zukünftigen Aktivitäten (z.B. an der Testphase) teilzunehmen.

Während der Tagung hielten Angestellte des Center Runis detaillierte Vorträge über die Lernplattform und zeigten dem Sanitätspersonal wie sie sich auf der Plattform zu bewegen haben und testeten die Funktionalität. Die Testpersonen bewerteten die Plattform als sehr nützlich. Besonders gut hat ihnen das gute Design gefallen sowie die exzellent ausgearbeitete Software der ersten Einheit. Die Teilnehmer sind bereits sehr gespannt und freuen sich darauf die nächsten Einheiten betrachten und testen zu können.

Ein wichtiger und hochgradig wertzuschätzender Fakt ist zudem, dass die Teilnehmer im Verlauf des Workshops auch in Betracht zogen eine eigene Assoziation zu gründen. Die Mitarbeiter Center Runis gaben ihnen hierzu wichtige Tipps, stellten Informationen bereit und erklärten ihnen notwendige rechtliche Schritte, sowie auf die Finanzen bezogene Schritte, die es zu berücksichtigen gilt, bevor eine Nichtregierungsorganisation gegründet werden kann. In Konsequenz wurde ein weiteres, tiefergreifendes Treffen einberufen, in dem Mitarbeiter des Center Runis und ein Vertreter des Sanitätspersonals die Idee der Gründung einer Assoziation detaillierter erklärten und vertieften. Ziel ist es die Rechte und die Arbeit des Sanitätspersonals zu schützen, um den Beruf des Rettungssanitäters in die nationale Legislatur zu integrieren. Wenn diese Idee in die Tat umgesetzt werden kann, dann wird die Nichtregierungsorganisation das Konzept und die Ergebnisse des Medilingua Projekts unter der höchstmöglichen Anzahl an Rettungssanitätern in Bulgarien verbreiten.

Das Treffen in Berlin

Das zweite Projektmeeting im Rahmen des Medilingua Projekts fand am 30.06.2014 und 01.07.2014 in Berlin, Deutschland statt. Die Partner berichteten während des Meetings zu welchen Ergebnissen sie während ihrer Recherchen, die in einem gemeinsamen Bericht, der an der Universität of Rzeszów verfasst wurde, gekommen sind. Basierend auf den Rechercheergebnissen, setzten die Partner das Sprachniveau auf das Level B1 fest und einigten sich auf sechs verschiedene Situationen, denen das Sanitätspersonal häufig gegenübersteht (eingangs sollten es nur fünf Situationen sein). Die zwei Partner, die Experten auf dem Gebiet sind, die University of Rzeszów and Gesaude, einigten sich darauf die Szenarien für die Lehreinheiten in den folgenden Wochen nach dem Treffen in Berlin vorzubereiten.

Weiterlesen ...

Recherche in Portugal

Während der Recherchephase in Portugal wurden die anfänglichen Erwartungen übertroffen. Sofort nach dem ersten transnationalen Treffen im Januar 2014 hatte Gesaúde versucht die ursprünglichen Kontakte, die mit verantwortlichen Instanzen gemacht wurden, zu festigen.

Dadurch war es möglich verschiedene Treffen mit Angestellten der Feuerwehr und INEM (National Institute of Medical Emergency) abzuhalten, in denen das Projekt detailliert vorgestellt werden konnte und die Möglichkeit bestand, das Personal aktiv in das Projektgeschehen einzubinden.

Ausgehend von der Anzahl der Kontakte und der Teilnehmerzahl während der Treffen, konnte man davon ausgehen, dass das generelle Interesse am Projekt sehr groß ist. Während der Meetings wurden Fragebögen ausgefüllt, aus denen hervorgeht wie es fachberuflich betrachtet um das Sanitätspersonal in Portugal steht. 110 der in Zentralportugal beschäftigten Notfallfachkräfte haben die Fragebögen ausgefüllt.

Nach der Auswertung der Fragebögen war es möglich die Situation der in Portugal beschäftigten Notfallfachkräfte zu evaluieren und einzuschätzen. Die gesammelten Daten der Fragebögen wurden auf dem zweiten transnationalen Treffen in Berlin am 30.06.2014 und 01.07.2014 vorgestellt.

Die Recherchephase in Deutschland

Die quantitative Recherchephase begann direkt nach dem Auftaktmeeting in Coimbra und endete mit dem zweiten Projektmeeting in Berlin am 1. Juli 2014 auf dem die Ergebnisse der Recherche vorgestellt und analysiert wurden.

Durch die quantitative Recherche sollte herausgearbeitet werden, mit welchen Notfallsituationen Rettungssanitäter bei der Arbeit mit Erwachsenen, Kindern, Kleinkindern, Schwangeren und alten Menschen am häufigsten konfrontiert sind und welche mobilen Geräte Rettungssanitäter und medizinisches Personal in den Partnerländern am häufigsten verwenden.

Dafür wurden über 40 Institutionen befragt, in denen Rettungssanitäter beschäftigt werden – darunter große internationale Organisationen wie das Rote Kreuz, die allein in Berlin mehr als 150 Rettungssanitäter beschäftigen bis hin zu kleinen Institutionen, die Krankentransporte durchführen. Alle Institutionen erhielten den Medilingua-Fragebogen. In einigen Fällen hatten wir auch die Möglichkeit zu einem Gespräch mit den Rettungssanitätern in dem wir ihnen erklärten, wie einige praktische Aspekte im Rahmen des Projekts umgesetzt werden sollen und wie Medilingua weitergehen wird.

Die Recherchephase in Bulgarien

In Bulgarien nahmen insgesamt 88 Rettungssanitäter an der Recherche teil. Alle fühlten die Fragebögen aus. Die Mitarbeiter von Center Runi trafen sich auch persönlich mit einigen Rettungssanitätern, um ihnen das Projekt und dessen Ziele sowie Ablauf und Zielstellung der Recherchephase zu erläutern. Dabei erhielten alle Rettungssanitäter auch detaillierte Informationen zum Ausfüllen der Fragebögen. Rettungssanitäter die nicht an den Informationsveranstaltungen teilnehmen konnten, wurden telefonisch oder per E-mail kontaktiert. Alle Teilnehmer der Recherche zeigten großes Interessen an dem Projekt und sind bereit, sich auch in der Zukunft einzubringen.

Das Berufsprofil von Rettungssanitätern ist in Bulgarien sehr komplex, was dazu führt, dass Rettungssanitäter auf den Fragebögen sehr unterschiedliche Angaben zu Kompetenzen und Aufgaben machten. Bei der Auswahl der Recherche-Teilnehmer hielt sich Center Runi jedoch an die Definition des Oxford Dictionary, das Rettungssanitäter als „Personen, die für medizinische Arbeit, vor allem für Soforthilfe, ausgebildet werden, aber keine vollständig qualifizierten Ärzte sind” definiert.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

 Das nächste Meeting findet am 30. Juni und 1. Juli 2014 in Berlin statt. Unmittelbar nach dem Auftaktmeeting in Coimbra beginnt die Recherchephase für das Projekt. Dabei geht es darum, herauszufinden, mit welchen Situationen Rettungssanitäter in den Partnerländern bei der Arbeit mit Erwachsenen, Kindern, Kleinkindern, Schwangeren und alten Menschen am häufigsten konfrontiert sind. Außerdem wird ermittelt, welche mobilen Geräte Rettungssanitäter am häufigsten nutzen. Die Recherche wird in zwei Teilen ausgeführt – als Desk Research und als quantitative Forschung. Für Letzteres wurde von der Universität von Rzeszow ein Fragebogen entwickelt, der in die Sprachen der Partnerländer übersetzt wurde. Die Rechercheergebnisse werden vor dem nächsten Meeting in Berlin vorliegen und werden von der Universität von Rzeszow ausgewertet und in einem Abschlussbericht zusammengefasst.

Weitere Beiträge ...

  1. Auftakttreffen in Coimbra